McCabe & Mrs. Miller





USA 1971. R: Robert Altman. B: Robert Altman, Warren Beatty, Brian McKay. K: Vilmos Zsigmond. S: Lou Lombardo. M: Leonard Cohen.
D: Warren Beatty, Julie Christie, Rene Auberjonois, William Devane, John Schuck, Corey Fischer, Bert Remsen u.a.
121 Min.



McCabe & Mrs. Miller

Ein zu Unrecht vergessenes Meisterwerk Robert Altmans aus dem Jahre 1971, ein verschneiter Western, der keiner ist:

Mc Cabe (Warren Beatty) gündet in Presbyterian Church, irgendwo nahe der nördlichen Pazifikküste der USA, irgendwann in ungemütlichen Pionierzeiten, einkleines Bordell. Bald trifft er auf die Edel- Prostituierte Constance Miller (Julie Christie), die ihm anbietet, gemeinsam ein Bordell der gehobenen Klasse aufzubauen. Mc Cabe willigt ein und beteiligt Mrs.Miller an seinen Einnahmen. Als er, um den Verkaufspreis zu steigern,das Kaufangebot eines großen Konzerns ablehnt, muß der Spieler Mc Cabe feststellen, dass er sein Blatt überreizt hat. Noch im Sterben gelingt ihm sein letzter Bluff.

Der Reiz dieses von der Kritik hochgelobten Films liegt nicht so sehr in der Handlung, als in den kleinen, sehr poetischen Nuancen und Zwischentönen, die dem Zuschauer Ahnungen und Assoziationen eröffnen,die sich um existenzielle Konflikte, tragische Verwicklungen, Schicksal, Einsamkeit und, last but not least, uneingestandene Liebe drehen.

Nie wird explizit gemacht, was man doch als Stimmung, nicht zuletzt aufgrund des kongenialen Soundtracks von Leonard Cohen, ständig spürt. "There´s poetry in me," sagt Mc Cabe kurz vor seinem Ende, "not fool enough to spell it out."

Ganz ähnlich hüllt sich dieser Film in beredtes Schweigen.

Rasmus Althaus

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